OEKUMENE



Ökumenisches Frauencafé
Frauen aller Konfessionen und Altersgruppen sind eingeladen zum Ökumenischen Frauencafé, jeweils am letzten Donnerstag des Monats, im Pfarrheim an der von Soden Straße, jeweils ab 15.00 Uhr.


Bitte ergänzen Sie die Einladung zu ökumenischen Veranstaltungen um die Termine des Ökumenischen Frauencafés:
jeweils ab 15.00 Uhr im Pfarrheim an der von Soden Straße

Do. 26. Sept.
Do. 31. Okt. Besuch des Rundfunkmuseums (Anmeldung erforderlich)
Do. 28. Nov.
Dez. fällt aus

Do. 30. Jan. 2020
Do. 28. Febr. 2020



Ökumenischer Gottesdienst an der Rundkapelle 10.6.2019



„Gerechtigkeit, Gerechtigkeit – ihr sollst du nachjagen“


Gut 130 katholische und evangelische Gläubige nahmen am siebten, inzwischen schon traditionellen ökumenischen Pfingstmontag-Gottesdienst an der Rundkapelle teil. Im Fokus stand das Thema Gerechtigkeit, ausgehend von dem Bibelwort „Gerechtigkeit, Gerechtigkeit. Ihr sollst du nachjagen“. Da aber das „große Wort Gerechtigkeit“, wie es Pfr. Bernt Graßer in seiner Begrüßung nannte, heute einen nicht minder großen Stellenwert hat, bzw. es in der modernen Welt oft alles andere als gerecht zugeht, wurden in diesem Gottesdienst Beispiele für Ungerechtigkeiten aufgezeigt, und im zweiten Step Anregungen gegeben, wie man in seinem persönlichen Umfeld für etwas mehr Gerechtigkeit sorgen kann.


Pfarrer Bernt Graßer bei der Begrüßung Auch dieser 7. Pfingstgottesdienst war gut besucht.

Der Allgemeinmediziner Dr. Gerhard Gradl, Christiane Frank-Lipperer und Ulrike Pilz-Dertwinkel zeigten anhand praktischer Beispiele Unstimmigkeiten hinsichtlich Gerechtigkeit auf. Gradl, der regelmäßig für das Hilfswerk Humedica an verschiedensten Orten weltweit Menschen medizinisch versorgt, die aufgrund von Kriegen oder Katastrophen unter; unmenschlichen Bedingungen leben müssen; Frank-Lipperer vom Kirchenvorstand, die die schlimme Lage von Flüchtlingen hautnah erlebt hat; Pilz-Dertwinkel, Ehrenamtliche in der katholischen Gemeinde für fairen Handel und eine Eine-Welt-Verkauf, die aufzeigt, dass die Menschen hierzulande durch verantwortungslosen Konsum und Verschwendung auf Kosten Anderer leben.

Pfr. Bernt Graßer verweist auf die Bibelstelle 5. Mose 16, 11 – 20; schon im Alten Testament wird Gerechtigkeit angemahnt, wird zu einem verantwortungsvollen Miteinander in Fröhlichkeit aufgefordert. Bis heute werde das manchmal als Zumutung empfunden, gibt er zu bedenken, wenn man spüre, dass man an seine Grenzen stoße. Dann brauche es Ermutigung.

Diakon Sebastian Magiela bei seiner Ansprache Die beiden Geistlichen, die diesem ökumenischen Gottesdienst vorstanden:
Pfarrer Bernt Graßer von der evangelischen Kirchengemeinde Christuskirche und Diakon Sebastian Magiela von der katholischen Pfarrei St. Johannes der Täufer

Diakon Sebastian Magiela bezieht sich in seiner Ansprache auf das Lukasevangelium, in dem Jesus sich als der outet, der gesandt ist, um die Verheißungen der Barmherzigkeit zu erfüllen. Er habe mit seinem Leben eindrucksvoll gezeigt, dass diese Gnadenzeit tatsächlich „heute“ angebrochen sei, so Magiela. Und ruft seine Zuhörer auf, sich in der aktuellen Zeit in der Nachfolge Christi persönlich für den Mitmenschen zu engagieren, sich zu mühen um mehr Liebe und Gerechtigkeit – Heute und Jetzt.

Persönlichen Einsatz zeigen
Dr. Gerhard Gradl ermutigt zu konkreten Taten hier in Nürnberg, z.B. bei der Straßenambulanz, Angst abzulegen, auf das Gute, das herauskomme, zu vertrauen.
Christiane Frank-Lipperer will mit dem Beispiel der Hilfeleistung für ein äthiopisches Flüchtlingsmädchen zeigen, wie man voneinander lernen kann; Hilfe tut beiden Seiten gut. Ulrike Pilz-Dertwinkel ruft dazu auf, Klimaschutz und Nächstenliebe im eigenen Umfeld einzuleiten: das Auto öfter stehen lassen, weniger, aber dann Bio-Fleisch essen, auf fair gehandelte Kleidung achten. – All das sind praktische Beispiele, die anregen sollen, dass Jeder und insbesondere jeder Christ seinen persönlichen Einsatz für mehr Gerechtigkeit auf dieser Welt aktiv angeht.

Die Kollekte bei diesem Gottesdienst war für das Hilfswerk Humedica bestimmt.

Bilder (v. Wolfgang Dertwinkel):

 

Ulrike Pilz-Dertwinkel